Endlich Frühling: Im März beginnt die Gartensaison: Beete vorbereiten, Balkonkästen bepflanzen, neue Stauden setzen. Dabei sammeln sich schnell leere Verpackungen an – etwa Pflanztöpfe sowie Folien- oder Kartonverpackungen. Das sind alles Verpackungen, die recycelt werden können – vorausgesetzt, sie werden richtig entsorgt. Dann können aus recycelten Kunststoffen beispielsweise neue Pflanztöpfe, aus gebrauchten Papier- oder Kartonverpackungen neue Faltschachteln oder Kartons entstehen.
Im Frühling ist Pflanzsaison: Wohin mit den leeren Kunststofftöpfen?
Im Garten sind die ersten Stauden gepflanzt, auf dem Balkon sonnen sich bunte Frühlingsblumen – übrig bleiben die leeren Kunststoff-Pflanztöpfe aus dem Blumenladen oder Gartencenter: Sie gehören in die Gelbe Tonne. Auch gebrauchte Transporttrays aus Kunststoff und Folienverpackungen von Blumenerde oder Mulch kommen in die Gelbe Tonne.
Gebrauchte Transportverpackungen und Faltschachteln aus Karton sowie ausgeleerte Samentütchen aus Papier werden in die Papiertonne entsorgt.
Vorsicht bei der Entsorgung von Flüssigdüngern und Pflanzenschutzmitteln
Kunststoffverpackungen von Flüssigdüngern und Pflanzenschutzmitteln müssen mit großer Vorsicht entsorgt werden. Sie gehören in die Gelbe Tonne. Wichtig ist jedoch: Die Flaschen, Sprühdosen oder Tuben müssen vollständig entleert sein. Die Verpackung ist nicht leer? Einige Gartendünger, wie zum Beispiel Blaukorndünger, haben nahezu kein Verfallsdatum und können weiter genutzt werden. Ist jedoch ein auf der Verpackung angegebenes Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, sollte das Produkt entsorgt werden. Auf keinen Fall dürfen allerdings Reste von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln ins Abwasser geraten oder über die unsachgemäße Entsorgung im Garten ins Grundwasser gelangen. Restmengen sollten, am besten in der Originalverpackung, auf dem Recyclinghof in die Schadstoffsammlung gegeben werden.
Wohin mit kaputten Blumentöpfen und ausrangierten Gartengeräten?
Ausrangierte Über- und Schmucktöpfe aus Kunststoff gehören nicht in die Gelbe Tonne. Sie gelten nicht als Verpackung und kommen daher in den Restmüll oder auf den Recyclinghof. Angeschlagene Blumentöpfe aus natürlichem Material wie Ton oder Holz können in geringen Mengen in der Restmülltonne entsorgt werden. Auch kleinere Gegenstände aus Kunststoff und Metall wie nicht mehr brauchbarer Blumendraht oder Pflanzenclips dürfen in den Restmüll. Damit sie fachgerecht recycelt werden können, kommen sehr große ausrangierte Pflanzgefäße und Blumenkästen aus Kunststoff oder Metall in den Sperrmüll oder sollten zum Recyclinghof gebracht werden. Dorthin kommen auch kaputte Gartengeräte wie zahnlose Harken, löchrige Schubkarren oder verbogene Schaufeln.
Sträucher, Rosen, Hölzer schneiden: Was kommt in die Biotonne – und was nicht?
Organische Gartenabfälle wie zurückgeschnittene Blütenbestände oder schwache Triebe werden in der Biotonne entsorgt. Auch Bioabfall wird wiederverwertet. Kompostierungsanlagen verarbeiten ihn zu Kompost, der zum Beispiel in der Landwirtschaft verwendet wird. Biogasanlagen gewinnen aus organischen Abfällen Energie. Wichtig ist: Leere Pflanztöpfe sowie Kunststofffolien oder -tüten dürfen nicht mit in die Biotonne geraten. Sie müssen mit hohem Aufwand vor der Behandlung aussortiert werden. Daher gilt: kein Plastik in die Biotonne!
Wie im Haushalt gilt bei der Gartenarbeit die einfache Grundregel für Mülltrennung: In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören alle leeren Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Das sind etwa Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien. Papier, Pappe und Karton werden im Altpapier, leere Einweg-Glasverpackungen nach Farben sortiert in Glascontainern gesammelt.
Quelle: Pressemitteilung der Kampagne „Mülltrennung wirkt“ vom 03.03.2026
Foto: Marcella Merk
