Die digitale Mülltonne kommt

Neues Identsystem für alle Abfallbehälter

Ob grau, braun oder grün – künftig lässt sich jede Mülltonne im Kreis Schleswig-Flensburg eindeutig zuordnen. Dazu führt die ASF im Jahr 2020 ein Identifikationssystem für die Abfallbehälter ein. Die Abfallwirtschaft im Kreis Schleswig-Flensburg stellt sich damit dem Zukunftsthema Digitalisierung und setzt auf schlanke, innovative Prozesse.

Ab Mai wird jede Restmüll-, Bio- und Papiertonne im Kreis mit einem so genannten Transponder-Chip ausgestattet. Auf diesem ist ein Nummerncode hinterlegt, die sogenannte Behälter-ID. Mit einem speziellen Lesegerät kann der Code ausgelesen werden, so dass jeder Behälter künftig direkt dem Objekt / Grundstück zugeordnet werden kann. Weitere Daten sind nicht gespeichert, so dass datenschutzrechtliche Bedenken ausgeschlossen sind.

Verbesserung der Abläufe – effektiveres Management

Bei dem neuen Identsystem geht es darum, die Abläufe effektiver und transparenter zu gestalten. So lässt sich über die Behälter-ID ermitteln, wann welche Tonne geleert wurde, es lassen sich Touren besser planen und der Gesamtbestand an Abfallbehältern besser verwalten. Positive Auswirkungen erwarten wir auch für das Reklamationsmanagement: So sollen Informationen, z. B. ob ein Abfallbehälter ordnungsgemäß geleert oder befüllt wurde, vom Kundenservice schneller verarbeitet werden.

Abgleich der Kundendaten

Zudem erfolgt ein Abgleich mit den bei der ASF vorliegenden Kundendaten: Gibt es Abweichungen, werden die vorhandenen Daten dem tatsächlichen Behälterbestand vor Ort angepasst. So werden Fehlerquellen ausgeschlossen.

So funktioniert die Chipaktion

Um eine reibungslose Ausrüstung der Abfallbehälter für das neue Identsystem zu gewährleisten, benötigen wir Ihre Mithilfe.

Schritt 1

Nach und nach werden alle Grundstückseigentümer und Hausverwaltungen rechtzeitig vor Durchführung der Chip-Aktion von der ASF angeschrieben.
Neben den entsprechenden Erläuterungen enthält dieses Schreiben auch einen Bogen mit Aufklebern zur Kennzeichnung Ihrer Abfallbehälter. Diese kleben Sie bitte übergangsweise auf den Deckel der jeweiligen Tonne. Damit wissen die Behälter-Teams, zu welchem Grundstück die entsprechende Tonne gehört.
 

Schritt 2

Die mit dem Adressaufkleber versehenen Abfallbehälter stellen Sie dann bitte zu dem in dem Schreiben genannten Ausrüstungstermin gut sichtbar und öffentlich zugänglich an Ihrer Grundstücksgrenze bereit. Die Montageteams erkennen an den von Ihnen angebrachten Aufklebern, zu welchem Grundstück die entsprechende Tonne gehört und bauen die Chips an den Behältern ein.

Schritt 3

Das Montageteam bringt dann den Chip im sogenannten „Chipnest“ des Abfallbehälters an. Bei älteren Abfallbehältern ohne serienmäßiges Chipnest wird ein entsprechendes Chipnest eingefräst. 

Schritt 4

Das Montageteam registriert Chip und Nummerncode. Wenn alles erledigt ist, klebt auf den Deckeln der Abfallbehälter der grüne Aufkleber „Chip OK“ und an der Seite Ihrer Tonnen befinden sich neue, wetterfeste Adressetiketten mit Barcode.

Die Ausrüstung ist abgeschlossen und das System betriebsbereit. Die Behälter können dann wieder auf das Grundstück genommen werden.

Selbstverständlich können die Abfallbehälter während der ganzen Zeit weiter benutzt werden. Die Mitarbeiter des Montageteams besitzen für ihre Tätigkeit ein Legitimationsschreiben der ASF, das sie Ihnen auf Wunsch gern vorzeigen werden.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte gern an Ihren ASF-Kundenservice.

Wie funktioniert das System?

Die Müllfahrzeuge sind mit einem speziellen Lesegerät und Antennen ausgestattet. Beim Kippvorgang der Tonne wird per Funk die Transpondernummer gelesen und die Leerungsdaten im Bordcomputer des Müllfahrzeugs gespeichert. Hat eine Tonne keinen Transponder oder wird sie am falschen Abfuhrtagbereit gestellt, wird der Vorgang unterbrochen und die Tonne kann nicht geleert werden.

Welche Daten werden auf dem Chip gespeichert?

Auf dem Chip befindet sich nur ein Nummerncode – die sogenannte Behälter-ID.
Persönliche Daten wie Namen und Adresse können nicht gespeichert werden. Nur in Verbindung mit den bei der ASF hinterlegten und entsprechend geschützten Kundendaten kann ein Bezug zwischen Transponder- Nummer und Grundstück hergestellt werden.
Das Identsystem wird schon in vielen Kreisen eingesetzt und erfüllt die Anforderungen des Datenschutzes.

Kann mit dem Transponder-Chip auch eine falsche Befüllung der Tonnen überwacht werden?

Nein. Allerdings werden die Entsorgungsmitarbeiter auch weiterhin ein Auge darauf haben, ob der Behälter korrekt befüllt ist. 

Wie ist der genaue Terminplan?

Ab Frühjahr 2020 werden alle Grundstückseigentümer und Hausverwaltungen nach und nach angeschrieben.
Etwa zwei Wochen später wird mit der Ausrüstung der Tonnen begonnen. Bis Ende 2020 sollen alle Tonnen ausgestattet sein und das System in Betrieb gehen.

Wie werden die Abfallbehälter bei der Ausrüstung identifiziert, wenn viele Behälter dicht zusammenstehen?

Um Verwechslungen zu vermeiden, erhalten Sie mit dem Informationsschreiben auch mehrere Adressaufkleber zur Kennzeichnung Ihrer Behälter.
Diese befestigen Sie einfach auf jedem Tonnendeckel. Damit können wir Ihre Behälter exakt Ihrem Grundstück zuordnen.