Von Brötchentüte bis Tortenkarton:

Verpackungen aus der Bäckerei richtig entsorgen

Verpackungen aus der Bäckerei

Sie gehören zum Alltag: Bäckereiverpackungen wie Brötchentüten oder „Coffee-to-go“-Becher. Der Verbrauch ist groß – und der richtige Umgang mit diesen Verpackungen daher umso wichtiger. 

Ein knuspriges Brötchen, dazu vielleicht ein heißer „Coffee-to-go“ aus der Bäckerei – das gehört für viele zu einem guten Start in den Tag. Sonntags gönnen sich Genießer*innen eine Tüte warmer Croissants zum Frühstück und für den Nachmittagskaffee ein paar leckere Stücke Kuchen. War eigentlich noch genug Brot fürs Abendessen da? Damit Bäckereieinkäufe frisch und unversehrt bleiben, werden sie gut verpackt, meistens in Einwegtüten aus Papier. Praktisch – doch der Verbrauch in Deutschland ist groß: Insgesamt rund 4,5 Milliarden Einwegtüten sind es laut einer Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM, 2021) im Auftrag des NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.).[1] Und der „Coffee-to-go“-Becher für unterwegs? Davon werden nach Angaben des Bundesumweltministeriums rund 140.000 verbraucht – stündlich.[2]

Einwegverpackungen können recycelt werden. Papiertüten werden zum Beispiel zu neuen Papierprodukten verarbeitet. Bis zu 25-mal können Papierfasern recycelt werden. Das spart wertvolle Rohstoffe wie Holz und Wasser, senkt den Energieverbrauch und reduziert klimaschädliches CO2. Damit allerdings Recyclingkreisläufe wie dieser wirklich funktionieren, müssen Verpackungen richtig getrennt werden:

Brötchentüte – ein Fall fürs Altpapier?

Gebrauchte Papiertüten für Brot oder Brötchen dürfen in die Altpapiertonne. Haben sie ein transparentes Sichtfenster, ist es optimal fürs Recycling, wenn Papier und Folie voneinander getrennt entsorgt werden. Das Papier kommt ins Altpapier, die Folie in die Gelbe Tonne. So können beide Materialien besser sortiert und recycelt werden. Auch leere Kunststofftüten, zum Beispiel für geschnittenes Brot, gehören in die Gelbe Tonne  – ebenso wie Aluminiumfolie etwa von abgepacktem Schwarzbrot. Wichtig ist: Ob aus Papier oder Kunststoff, die Tüte darf bei ihrer Entsorgung keine Reste mehr enthalten.

Papiertüten, wie zum Beispiel größere Papiertragetaschen, lassen sich übrigens prima wiederverwenden. Sind sie nicht mehr nutzbar, kommen auch sie in die grüne Papiertonne.

 

Aus Pappe oder nicht? „Coffee-to-go“-Becher

Der „Coffee-to-go“-Becher ist doch aus Pappe, oder nicht? Das stimmt nur zum Teil. Damit er dicht hält, ist er innen mit Kunststoff beschichtet. Beschichtete Pappbecher gelten als Verbundverpackung, da sie aus mehreren Materialien bestehen. Verbundverpackungen gehören in die Gelbe Tonne.

Gebrauchte „Coffee-to-go“-Becher richtig entsorgen:

  • Becher: ohne Getränkereste in die Gelbe Tonne

  • Kunststoffdeckel: in die Gelbe Tonne 

  • Papierbanderole oder Pappmanschette: in die grüne Papiertonne

  • Rührstäbchen aus Holz: in den Restabfall

 

Tortenkartons und Papptabletts: auf die Beschichtung kommt es an

Die Sonntagstorte wurde sicher nach Hause balanciert? Der Tortenkarton ist zwar aus Pappe, gehört aber nicht immer ins Altpapier. Denn auch Kartonverpackungen für cremige Torten und feuchte Kuchen können innen mit Kunststoff überzogen sein. Diese beschichteten Verpackungen gehören in die Gelbe Tonne – aber bitte ohne Torten- oder Kuchenreste. Dorthin gehören auch fettdichte oder beschichtete Trennpapiere sowie Kunststofffolien, die verhindern, dass zum Beispiel Schwarzwälder Kirschtorte mit Käsesahnetorte zusammenklebt.

Ist die Kartonverpackung unbeschichtet und komplett leer, darf sie ins Altpapier. Das Gleiche gilt für Papptabletts und Einschlagpapier. Allerdings: Papierservietten dürfen nicht ins Altpapier, sondern müssen im Restabfall entsorgt werden.

Eine gute Alternative: Mehrweg

Nachhaltiger ist es, Verpackungen auch beim Einkauf in der Bäckerei möglichst zu vermeiden. Denn es gibt Alternativen: Mehrwegsysteme mit Pfand, eigene Mehrwegbecher oder Brotbeutel.
 


[1] Quelle: Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU), Milliarden Einwegtüten für frische Backwaren

[2] Quelle: Bundesumweltministerium, Wie viele Einweg-Becher werden jährlich verbraucht?

Textquelle: Pressemitteilung Mülltrennung wirkt vom 7.7.26